Schüßler Salz Nr. 21

Zincum chloratum

Das Schüßler Salz des Immunsystems und für die Aktivierung des Stoffwechsels

Typische Potenz D12
Deutsche Bezeichnung Zinkchlorid

Schüßler Salz Nr. 21 Wirkung


Das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 21, Zincum chloratum (Zinkchlorid) gehört zu den Ergänzungsmitteln im Bereich der Biochemie nach Dr. Schüßler. Die Ergänzungs- oder auch Erweiterungsmittel Nr. 13 bis Nr. 27 wurden nicht von Dr. Schüßler selbst entdeckt, sonders erst später von seinen Nachfolgern. Der Grund dafür waren die mangelnden Analysemethoden in der damaligen Zeit, die es Schüßler unmöglich machten, alle Minerale im menschlichen Körper zu analysieren und zu erforschen. Ergänzungsmittel kommen meist dann zum Einsatz, wenn die Basissalze Nr. 1 bis 12 nicht ausreichend wirken.

Das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 21, Zincum chloratum (Zinkchlorid) ist das Mineralsalz, dass den Stoffwechsel im menschlichen Körper aktiviert und eine zentrale Rolle für das Immun- und Nervensystem spielt. Es ist außerdem wichtig für die Wundheilung oder Knochenneubildung und hat einen Bezug zur Haut, Leber und Bauchspeicheldrüse.

Zincum chloratum verfügt über ein breites Wirkspektrum im Bereich der Biochemie. Die Hauptanwendungsgebiete sind Beschwerden des Stoffwechsels, wie z.B. Probleme des Säure-Basen- oder Hormon-Haushaltes (Diabetes mellitus, Menstruationsbeschwerden, Unfruchtbarkeit, (kindliche) Wachstumsstörungen, Wechseljahrsbeschwerden), zur Nervenberuhigung bei Nervenerkrankungen (Hyperaktivität (ADHS), Nervosität, Restless-Legs-Syndrom, nervöse Zuckungen, Parästhesien) oder ein abwehrschwaches Immunsystem, das mit häufigen, wiederkehrenden Erkältungen und grippalen Infekten oder Allergien einhergehen kann. Auch bei Problemen der Sinnesorgane, insbesondere der Augen wie z.B. bei Funktionsstörungen der Netzhaut, Nachtblindheit und Lichtscheue könnte das biochemische Zinkchlorid angewendet werden. Im Bereich der Haut, Haare und Nägel kann sich ein Mangel an Zinkchlorid durch eine schlechte Wundheilung, Verhärtungen, Narben, bei Bindegewebsproblemen (Schwangerschaftsstreifen), chronischen Ekzemen, Akne sowie Herpes zeigen. Die eher dünnen Haare können zudem schnell ergrauen oder ausfallen und auf den Nägeln sind häufig Längsrillen und weiße Flecken ersichtlich. Auf psychischer Gemütsebene kann das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 21 bei allgemeiner Schwäche, insbesondere während oder nach Krankheiten und Schlaflosigkeit, bei nervösen Unruhezuständen und Depressionen zum Einsatz kommen. Die Beschwerden, die durch einen Mangel an dem Mineralsalz hervorgerufen werden, verschlimmern sich zwischen 17.00 und 19.00 Uhr, durch Berührung und nach dem Essen und Weingenuss. Eine Verbesserung der Beschwerden ist hingegen während des Essens und im Freien zu beobachten.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen gegen das Schüßler Salz Nr. 21 Zincum chloratum sind nicht bekannt. Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Laktose (Milchzucker), die Trägersubstanz der Schüßler Salze, können jedoch auftreten. Bei einer bestehenden Laktoseintoleranz oder bei einer bevorzugten veganen Ernährungsweise sollte auf eine alternative Trägersubstanz zurückgegriffen werden. So sind Schüßler Salze aus Getreide- oder Kartoffelstärke im Handel erhältlich.

Schüßler Salz Nr. 21 Aufgaben & Funktionen im Körper


Im menschlichen Körper kommt das essentielle, d.h. das lebensnotwendige Spurenelement Zink in allen Organen vor und ist zudem wichtiger Bestandteil von Zellen und mehr als 200 Enzymen, weshalb Zink eine zentrale Rolle für den Stoffwechsel und das Immunsystem spielt. Es ist neben Eisen das häufigste Spurenelement im Organismus, der Gesamtbestand von Zink beträgt bei einem Erwachsenen 2 bis 3 Gramm. Zink ist das Spurenelement, das für ein starkes Immunsystem des Menschen unerlässlich ist, indem es die Aktivität der Fresszellen unterstützt. Zink benötigt der menschliche Organismus zudem für den Aufbau, Befeuchtung und Funktion der Schleimhäute und Zink ist am Aufbau von Knorpel-, Knochen- und Bindegewebe sowie Sehnen und Bänder beteiligt. Weiter unterstützt Zink das Knochenwachstum, was besonders für Kinder und Jugendliche ein wichtiger Faktor ist. Zink wirkt außerdem antioxidativ, hemmt das Bakterienwachstum, unterstützt die Zellteilung, schützt die Zellmembranen, regeneriert die Haut- und Haarzellen, regt die Funktion der Bauchspeicheldrüse an, unterstützt die Leber beim Abbau von Alkohol und trägt im Bereich der Biochemie nach Schüßler als „Ausleitungsmittel“ zur Ausleitung von Schwermetallen aus dem Körper bei.

Schüßler Salz Nr. 21 Anwendung


Hauptanwendungsgebiete und körperliche Leitsymptome

Körperliche Symptome für einen Mangel an Zinkchlorid können sein:

  • Schwäche des Immunsystems mit häufigen Erkältungen und grippalen Infekten, Allergien
  • Nerven: Nervenschwäche, Neuralgien, Empfindungsstörungen der Nerven, Nervenschmerzen, nervöse Zuckungen, Koordinationsstörungen, Lähmungen der Gesichtsnerven, unruhige Beine (Restless-Legs-Syndrom), Geräuschempfindlichkeit, reduzierter Geruchs- und Geschmackssinn, nervös bedingte Schlaflosigkeit, Muskelzuckungen, Krämpfe, Ischias, Kribbelgefühl
  • Hautbeschwerden: Wundheilungsstörungen, chronische Ekzeme, Abszesse, Furunkel, Dehnungsstreifen im Bindegewebe (Schwangerschaftsstreifen), Juckreiz, Nesselsucht, Akne, Herpes, Kribbelgefühl und „Ameisenlaufen“ auf der Haut
  • Wachstumsstörungen, Störungen des Haar- und Nagelwachstums, vorzeitiges Ergrauen der Haare, Haarausfall, brüchige oder gerillte Nägel
  • Beschwerden der Atemwege: Keuchhusten, Asthma, erschwerte Atmung (Dyspnoe), Schleimhautreizungen der Bronchien sowie im Nasen- und Rachenraum
  • Diabetes mellitus
  • Prostatabeschwerden, Nierenentzündung, Reizblase, Blasenmuskellähmung, Blasenentzündung, Inkontinenz
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie), beschleunigter Puls, nervöses Herzklopfen
  • Menstruationsbeschwerden, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Krämpfe vor und nach der Menstruation, Wechseljahrsbeschwerden, Unfruchtbarkeit, Kinderwunsch
  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt: Krämpfe in Magen und Darm, Koliken, nervöser Durchfall, Magen-Darm-Geschwüre, Verlust des Geschmacksinns, Appetitverlust
  • Augenmigräne, Reizungen der Augenschleimhäute, Sehstörungen, Lichtempfindlichkeit, Nachtblindheit, tränende Augen
  • Alkoholabbau in der Leber, Ausleitung von Schwermetallen
  • Übermäßige Sekretion, kalter Schweiß

Gemütszustände und psychische Symptome

  • Unruhe, Hyperaktivität, Nervosität, Stress
  • Depressionen, Ängste vor Misserfolgen, Gespenstern und vorm Versagen, Selbstzweifel, mangelndes Selbstbewusstsein
  • Reaktionen in Konfliktsituationen: gereizt, zornig, launisch und aggressiv
  • Konzentrations- und Gedächtnisschwäche

Besonderheiten und Modalitäten

Verbesserung:

  • Im Freien
  • Essen

Verschlechterung:

  • Zwischen 17.00 und 19.00 Uhr
  • Berührung
  • Während der Menstruation
  • Nach dem Essen, Weingenuss

Äußere Anwendung mit Cremes und Salben

Bei folgenden körperlichen Anzeichen kann eine selbsthergestellte Salbe oder ein selbsthergestellter Brei aus den Tabletten Anwendung finden, denn Salben der Ergänzungssalze sind meist nicht im Handel erhältlich:

  • Hautbeschwerden: Akne, Pickel, Mitesser, Herpes, Juckreiz und schlecht heilende Wunden (Wundheilungsstörungen), Dehnungsstreifen im Bindegewebe (Schwangerschaftsstreifen), chronische Ekzeme, Furunkel, Windeldermatitis bei Säuglingen
  • Muskelkrämpfe, unruhige Beine (Restless-Legs-Syndrom)

Anwendung während der Schwangerschaft

Das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 21, Zincum chloratum könnte bei Frauen mit Kinderwunsch bereits vor der Schwangerschaft zum Einsatz kommen. Leiden schwangere Frauen während der Schwangerschaft an hormonell bedingten, vermehrten Haarausfall, könnte das biochemischen Zinkchlorid zudem angewendet werden. Eine äußerliche Anwendung mit einer selbst hergestellten Creme oder Salbe aus dem Schüßler Salz Nr. 21 eignet sich zur Behandlung bei entstandenen Dehnungsstreifen im Bindegewebe (Schwangerschaftsstreifen) oder zur unterstützenden Wundheilung von Kaiserschnittnarben nach der Geburt.

Anwendung bei Säuglingen und Kindern

Bei Säuglingen und Kindern könnte das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 21, Zincum chloratum bei Störungen im Skelettwachstum, Zahnungskrämpfen sowie bei nervösem Erbrechen vor und nach dem Essen zum Einsatz kommen. Auch nervöse und hyperaktive Kinder mit Wachstumsstörungen, Konzentrations- und Lernschwierigkeiten könnten von dem biochemischen Zinkchlorid profitieren, wie auch Kinder, die Kinder unter Ängsten und Albträumen leiden. Eine äußerliche Anwendung in Form einer selbst hergestellten Salbe aus den Schüßler Salz-Tabletten Nr. 21 könnte bei Säuglingen mit einer Windeldermatitis und starkem Juckreiz eingesetzt werden. Die Salbe könnte die Wundheilung unterstützen.

Schüßler Salz Nr. 21 Einnahme & Dosierung


Das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 21, Zincum chloratum wird üblicherweise in der Potenz D12 verabreicht und eingenommen. Bei der Anwendung muss zunächst unterschieden werden, ob es sich um ein akutes oder chronisches Geschehen handelt. Ergänzungsmittel werden meist dann eingesetzt, wenn die Basissalze Nr. 1 bis 12 nicht ausreichend gewirkt haben. Ergänzungsmittel eigenen sich nicht für die Einnahme in heißem Wasser („Heiße Sieben“).

  • Einnahme Erwachsene chronische Beschwerden: 3- bis 5-mal täglich 2 bis 5 Tabletten oder Pastillen in der Potenz D12
  • Einnahme Erwachsene akute Beschwerden: alle 15 Minuten 2 Tabletten in der Potenz D12, bis eine Verbesserung der Beschwerden eintritt
  • Einnahme Kinder unter 6 Jahre: 2-mal täglich 1/2 Tablette in der Potenz D12
  • Einnahme Kinder bis 12 Jahre: täglich 2 Tabletten oder Pastillen in der Potenz D12
  • Äußere Anwendung: Salbe oder Brei aus den Tabletten der Potenz D12 selbsthergestellt

Im Idealfall sollte das Mittel morgens, mittags und frühabends eingenommen werden. Babys und Kinder sollten morgens und abends eine halbe Tablette einnehmen. Eine selbsthergestellte Salbe oder Brei aus den Tabletten kann je nach Bedarf bis zu fünfmal am Tag auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Beliebte Kombinationen mit anderen Schüßler Salzen

Das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 21 Zincum chloratum passt zu allen Schüßler Basissalzen, ergänzt sich aber besonders gut mit den Funktionsmitteln Nr. 2 (Calcium phosphoricum), Nr. 5 (Kalium phosphoricum) und Nr. 7 (Magnesium phosphoricum).

Sinnvolle Unterstützung mit Nahrungsmitteln

Eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise wirkt sich als unterstützende Maßnahme bei einer Behandlung mit Schüßler Salzen positiv auf die Gesundheit aus. Steht ein Mangel an Zinkchlorid im Vordergrund, kann die Anwendung mit dem Schüßler Salz Nr. 21 durch eine Ernährung mit Lebensmitteln unterstützt werden, die besonders reich an dem Salz sind. Folgende Nahrungsmittel verfügen über einen hohen Gehalt an Zinkchlorid: Vollkorn- und Milchprodukte, Eier, Fisch und Schalentiere wie z.B. Austern, rotes Fleisch, Innereien, Linsen, gelbe Erbsen, weiße Bohnen, Sauerkraut, Mais, Paranüsse, Sesam, Haferflocken, Weizen- und Vollkornprodukte sowie Sonnenblumenkerne.

Alkohol, Dauerstress, Schlaflosigkeit und Mangelernährung sowie der Konsum von zu viel Weißmehlprodukten gehören zu den Faktoren, die einen verstärkten Verbrauch von Zincum chloratum im menschlichen Körper verursachen.

Schüßler Salz Nr. 21 Antlitzanalyse / Antlitzdiagnostik


Menschen, die das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 21 benötigen, sind häufig sehr unruhige, hektische und hyperaktive Personen, die besonders in Konfliktsituationen sehr gereizt, zornig, launisch und aggressiv reagieren können. Es sind auch ängstliche, nervöse und aufgeregte Menschen, die eigentlich auf der Suche nach Zufriedenheit und Geborgenheit sind. Trotzdem stehen sie unter großem innerem Druck stehen, weshalb sie häufig unter nervösen Kopfschmerzen, Verspannungen und nervös bedingter Schlaflosigkeit leiden. Daraus resultieren dann auch die Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten, wie sie oft bei Personen mit einem Zinkchlorid-Mangel zu beobachten sind. Sie haben Angst vor Misserfolgen, Gespenstern und Versagen, leiden unter Selbstzweifeln und mangelndem Selbstbewusstsein, sind sehr unsicher, geben sich an vielen Dingen selbst die Schuld und fürchten sich vor Zurückweisung anderer Menschen. Alleinsein ist für sie kaum zu ertragen.

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