Aus welchen Ausgangsstoffen werden Schüßler Salze hergestellt?

Schüßler Salze Ausgangsstoffe

Du fragst dich, aus welchen Ausgangsstoffen die bekannten Schüßler Salze hergestellt werden? Die Antwort liegt in einer faszinierenden Kombination aus Mineralien, die in ganz bestimmten, verdünnten Formen als Therapieform genutzt werden.

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Grundlagen der Schüßler-Salz-Herstellung

Schüßler-Salze basieren auf der Annahme, dass bestimmte biochemische Funktionen im Körper durch die Zufuhr von Mineralstoffen in potenzierten (verdünnten und energetisch aufbereiteten) Formen unterstützt werden können. Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler, der Begründer der Therapie, identifizierte 12 Mineralsalze, die er als essenziell für den menschlichen Organismus ansah. Spätere Erweiterungen brachten weitere Salze hinzu, die ebenfalls auf Mineralien basieren.

Die zwölf Haupt-Schüßler-Salze und ihre mineralischen Ursprünge

Die Grundlage für die Herstellung der 12 Haupt-Schüßler-Salze bilden in der Regel mineralische Substanzen, die sorgfältig aufbereitet und potenziert werden. Hier sind die wichtigsten Ausgangsstoffe im Detail:

  • Ferrum phosphoricum (Nr. 3): Dieses Salz wird aus Eisenphosphat gewonnen. Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das unter anderem für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich ist. In der Herstellung wird reines Eisenphosphat als Ausgangsstoff verwendet.
  • Kalium chloratum (Nr. 4): Der Ausgangsstoff ist Kaliumchlorid. Kalium spielt eine entscheidende Rolle für die Nerven- und Muskelfunktion sowie den Flüssigkeitshaushalt des Körpers.
  • Kalium phosphoricum (Nr. 5): Hierfür wird Kaliumphosphat benötigt. Phosphat ist wichtig für den Energiestoffwechsel und die Zellfunktion.
  • Kalium sulfuricum (Nr. 7): Der Ausgangsstoff ist Kaliumsulfat. Schwefel ist ein Baustein vieler Proteine und spielt eine Rolle bei Entgiftungsprozessen.
  • Magnesium phosphoricum (Nr. 7): Dieses Salz basiert auf Magnesiumphosphat. Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff für Muskeln, Nerven und den Energiestoffwechsel.
  • Natrium chloratum (Nr. 8): Das Salz wird aus Natriumchlorid hergestellt, besser bekannt als Kochsalz. Natrium ist wichtig für den Flüssigkeitshaushalt und die Nervenreizleitung.
  • Natrium phosphoricum (Nr. 9): Ausgangsstoff ist Natriumphosphat. Es ist maßgeblich am Säure-Basen-Haushalt beteiligt.
  • Natrium sulfuricum (Nr. 10): Hierfür wird Natriumsulfat verwendet. Es unterstützt vor allem die Ausscheidungsfunktion der Leber und der Nieren.
  • Calcium phosphoricum (Nr. 2): Dieses Salz basiert auf Calciumphosphat. Calcium ist unerlässlich für Knochen, Zähne und die Blutgerinnung.
  • Calcium sulfuricum (Nr. 22): Der Ausgangsstoff ist Calciumsulfat.
  • Silicea (Nr. 11): Die Herstellung erfolgt aus Kieselsäure. Kieselsäure ist eine Form von Siliziumdioxid, bekannt für seine Rolle bei der Stärkung von Bindegewebe, Haut, Haaren und Nägeln.
  • Calcium fluoratum (Nr. 1): Dieses Salz wird aus Calciumfluorid gewonnen. Fluorid ist wichtig für die Zahngesundheit und die Festigkeit von Knochen und Bindegewebe.

Die erweiterten Schüßler-Salze und ihre Rohstoffe

Neben den ursprünglichen zwölf Salzen gibt es noch die sogenannten „erweiterten“ oder „ergänzenden“ Schüßler-Salze, die ebenfalls aus mineralischen Verbindungen gewonnen werden. Diese erweitern das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten:

  • Kalium arsenicosum (Nr. 13): Basiert auf Kaliumhexaarsenat.
  • Kalium bromatum (Nr. 14): Hergestellt aus Kaliumbromid.
  • Kalium iodatum (Nr. 15): Der Rohstoff ist Kaliumiodid.
  • Lithium chloratum (Nr. 16): Basiert auf Lithiumchlorid.
  • Manganum sulfuricum (Nr. 17): Hergestellt aus Mangansulfat.
  • Manganum phosphoricum (Nr. 18): Der Rohstoff ist Mangancarbonat.
  • Cuprum arsenicum (Nr. 19): Basiert auf Kupfer(II)-arsenit.
  • Cuprum sulfuricum (Nr. 20): Hergestellt aus Kupfersulfat.
  • Zincum chloratum (Nr. 21): Der Rohstoff ist Zinkchlorid.
  • Calcium sulfuricum (Nr. 22): Basiert auf Calciumsulfat (Gips).
  • Natrium bicarbonicum (Nr. 23): Hergestellt aus Natriumbicarbonat (Natron).
  • Natrium sulfuricum auratum (Nr. 24): Eine Kombination, die unter anderem Natriumsulfat und Gold enthält.
  • Andropause (Nr. 25): Enthält eine Mischung von Mineralien wie Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium und Zink.
  • Gynäkoppause (Nr. 26): Enthält Mineralien wie Calcium, Kalium, Magnesium und Natrium.
  • Sport (Nr. 27): Eine Kombination von Mineralien wie Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium.

Der Prozess der Potenzierung: Vom Rohstoff zum Heilmittel

Die reine mineralische Substanz ist nicht das, was als Schüßler-Salz zur Anwendung kommt. Der entscheidende Schritt ist die Potenzierung. Dieser Prozess, der auf den Prinzipien der Homöopathie basiert, beinhaltet das wiederholte Verdünnen und Verschütteln (dynamisieren) der Ausgangssubstanzen. Dies geschieht nach strengen Regeln, meist in den Potenzen D3, D6, D12, D30 oder C6, C12, C30.

Die Verdünnung erfolgt oft mit Milchzucker (Laktose) als Trägermaterial für die Tabletten oder mit Wasser und Alkohol für flüssige Tropfen. Die Laktose dient dabei nicht nur als Füllstoff, sondern auch als Träger der energetischen Information des Minerals. Selbst in den stark verdünnten Formen, in denen kaum noch originaler Stoff nachweisbar ist, wird angenommen, dass die Schwingung oder Energie des Minerals erhalten bleibt und auf den Körper wirken kann.

Qualität der Ausgangsstoffe und Herstellung

Für die Herstellung von hochwertigen Schüßler-Salzen ist die Reinheit der Ausgangsstoffe von größter Bedeutung. Seriöse Hersteller beziehen ihre Mineralien von spezialisierten Lieferanten und achten auf strenge Qualitätskontrollen. Die Verarbeitung erfolgt in spezialisierten Laboratorien, die die vorgeschriebenen potenziellen Verfahren exakt einhalten. Dies gewährleistet, dass du ein Produkt erhältst, das den ursprünglichen Lehren von Dr. Schüßler entspricht.

Übersicht der primären mineralischen Ausgangsstoffe

Mineralische Hauptgruppe Beispiele für Ausgangsstoffe Relevanz für den Körper
Eisenverbindungen Eisenphosphat Sauerstofftransport, Energieproduktion
Kaliumverbindungen Kaliumchlorid, Kaliumphosphat, Kaliumsulfat Nervenfunktion, Muskelkontraktion, Flüssigkeitshaushalt
Magnesiumverbindungen Magnesiumphosphat Muskel- und Nervenfunktion, Energiestoffwechsel
Natriumverbindungen Natriumchlorid, Natriumphosphat, Natriumsulfat Flüssigkeitshaushalt, Säure-Basen-Gleichgewicht, Ausscheidung
Calciumverbindungen Calciumphosphat, Calciumfluorid, Calciumsulfat Knochen- und Zahnsubstanz, Blutgerinnung, Bindegewebe
Siliziumverbindungen Kieselsäure (Siliziumdioxid) Bindegewebe, Haut, Haare, Nägel

Häufige Trägermaterialien

Neben den eigentlichen mineralischen Wirkstoffen spielen auch die Trägermaterialien eine Rolle für die Darreichungsform. Die gängigsten sind:

  • Laktose (Milchzucker): Das gebräuchlichste Trägermaterial für Schüßler-Salz-Tabletten. Sie dient als Basis für die Verreibung der potenzierten Mineralien.
  • Wasser und Alkohol: Werden für die Herstellung von Schüßler-Salz-Tropfen oder -Globuli verwendet, oft in Kombination mit Laktose.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Aus welchen Ausgangsstoffen werden Schüßler Salze hergestellt?

Sind Schüßler Salze rein mineralisch?

Ja, die Grundlage der Schüßler-Salze sind mineralische Substanzen. Diese werden jedoch in einem speziellen Verfahren potenziell (verdünnt und energetisch aufbereitet) und meist mit Laktose als Trägermaterial zu Tabletten verarbeitet.

Welches ist die häufigste Potenzierung bei Schüßler Salzen?

Die gängigsten Potenzen für Schüßler-Salze sind die D-Potenzen, insbesondere D6 und D12. Auch die C-Potenzen (z.B. C6, C12) werden verwendet.

Sind Laktoseintolerante Personen von Schüßler Salzen betroffen?

Da Schüßler-Salze in Tablettenform Laktose als Trägermaterial enthalten, können Personen mit starker Laktoseintoleranz auf diese reagieren. Für sie gibt es jedoch laktosefreie Alternativen in Form von Tropfen oder anderen Darreichungsformen.

Woher stammen die Mineralien für die Herstellung?

Die Mineralien stammen aus verschiedenen natürlichen Quellen und werden von spezialisierten Herstellern bezogen. Es wird großer Wert auf die Reinheit der Ausgangsstoffe gelegt.

Was bedeutet „potenziert“ im Zusammenhang mit Schüßler Salzen?

Potenzieren bezeichnet den Prozess der Verdünnung und energetischen Aufbereitung der Ausgangssubstanz nach homöopathischen Regeln. Dabei wird die Substanz wiederholt mit einem Trägermedium (z.B. Wasser, Alkohol, Laktose) verschüttelt und verdünnt.

Sind die Ausgangsstoffe für Schüßler Salze giftig?

Die Ausgangsstoffe sind in ihrer reinen, unpotenzierten Form teilweise giftig. Durch den Prozess der Potenzierung werden sie jedoch so stark verdünnt, dass sie in der therapeutisch verwendeten Form als ungefährlich gelten.

Werden Schüßler Salze nur aus wenigen Mineralien hergestellt?

Dr. Schüßler identifizierte ursprünglich 12 Haupt-Salze. Mittlerweile gibt es eine erweiterte Auswahl von insgesamt 27 Salzen, die aber alle auf spezifischen mineralischen Verbindungen basieren.

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