Schüßler Salz Nr. 16

Lithium chloratum

Das Schüßler Salz für die Gelenke und Nerven

Typische Potenz D12
Deutsche Bezeichnung Lithiumchlorid

Schüßler Salz Nr. 16 Wirkung


Das Schüßler Salz Nr. 16, Lithium chloratum (Lithiumchlorid) gehört zu den Ergänzungsmitteln im Bereich der Biochemie nach Dr. Schüßler. Die Ergänzungs- oder auch Erweiterungsmittel Nr. 13 bis Nr. 27 wurden nicht von Dr. Schüßler selbst entdeckt, sonders erst später von seinen Nachfolgern. Der Grund dafür waren die mangelnden Analysemethoden in der damaligen Zeit, die es Schüßler unmöglich machten, alle Minerale im menschlichen Körper zu analysieren und zu erforschen. Ergänzungsmittel kommen meist dann zum Einsatz, wenn die Basissalze Nr. 1 bis 12 nicht ausreichend wirken. Im Bereich der Biochemie nach Dr. Schüßler findet das Ergänzungsmittel Nr. 16 hauptsächlich Anwendung bei Beschwerden des Harnapparates, bei Blasen- und Nierenproblemen sowie bei Herz- und Schilddrüsenproblemen. Lithium chloratum unterstützt die Ausscheidung von Harnsäure und Harnstoff und wird deshalb bei Harnsäurestoffwechselstörungen wie z.B. Gichtbeschwerden angewendet. Auch bei Stein- und Grießbildungen aus Harnsäure in den Nieren und Harnwegen kann das Ergänzungs-Mittel Nr. 16 zum Einsatz kommen, wie auch bei Entzündungen in den Harnorganen. Weitere Anwendungsgebiete von Lithium chloratum sind nervös bedingte Herzbeschwerden wie Herzstiche oder Herzklopfen sowie Gelenks- oder Rückenbeschwerden, wie beispielsweise allgemeine Gelenkbeschwerden, Entzündungen der Gelenke oder bei einem Hexenschuss. Lithiumchlorid unterstützt zudem den Gewebeaufbau und kann dadurch bei Gewebeschwund oder bei Hautwucherungen und Narbengewebe, Neurodermitis und Ekzemen angewendet werden. Auf der Gemütsebene zeigt sich ein Mangel an dem Mineralsalz in Form von Missstimmungen, Depressionen, Melancholie, Ängsten oder in Form eines chronischen Müdigkeits- bzw. Erschöpfungssyndroms (CFS). Die Beschwerden, die durch einen Mangel an dem Mineralsalz hervorgerufen werden, verschlimmern sich in der Nacht, bei feuchtem Wetter, bei Feuchtigkeit und Wärme, in warmen Räumen und warmer Kleidung sowie bei Bewegung. Eine Verbesserung der Beschwerden ist nach einer reichlichen Harnentleerung und durch Essen. Sollten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, insbesondere bei Beschwerden der Nieren, Schilddrüse oder des Herzens, bedarf es immer einer fachärztlichen Abklärung.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen gegen das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 16, Lithium chloratum sind nicht bekannt. Nach der Einnahme können in seltenen Fällen aufgrund des schnellen Harnsäure- und Harnstoffabbaus rheumatische oder gichtähnliche Beschwerden auftreten. Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Laktose (Milchzucker), die Trägersubstanz der Schüßler Salze, können jedoch auftreten. Bei einer bestehenden Laktoseintoleranz oder bei einer bevorzugten veganen Ernährungsweise sollte auf eine alternative Trägersubstanz zurückgegriffen werden. So sind Schüßler Salze aus Getreide- oder Kartoffelstärke im Handel erhältlich.

Schüßler Salz Nr. 16 Aufgaben & Funktionen im Körper


Im menschlichen Organismus kommt Lithiumchlorid in nur geringen Mengen in der Lunge vor, das Spurenelement gehört aber nicht zu den essentiellen, d.h. lebensnotwendigen Spurenelementen und gilt damit als entbehrlich. Gespeichert wird Lithiumchlorid in den Nebennieren, in der Hirnanhangsdrüse, in den Zähnen und Knochen. Nach Dr. Schüßler können aufgrund eines Mangelzustandes der Lithiumchlorid-Reserven die typischen Beschwerden an den in den Speicherorten entstehen.

Die Funktion vom biochemischen Ergänzungsmittels Lithium chloratum ist die Ausscheidung von Abfall und Giftstoffen im Organismus. Insbesondere die Ausscheidung von Harnsäurekristallen und Harnstoff steht dabei im Vordergrund, weshalb das Schüßler Salz Nr. 16, Lithium chloratum auch bei Störungen des Harnsäurestoffwechsels, z.B. bei Gicht oder Stein- und Grießbildung in Nieren und Harnwegen zum Einsatz kommen kann. Es wirkt entschlackend, entgiftend und unterstützt die Auflösung von Ablagerungen in den Gelenken oder bei Narbenwucherungen, sowie die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Lithiumchlorid hat außerdem einen Einfluss auf den Eiweißstoffwechsel im Körper und unterstützt die Vermehrung von Eiweißmolekülen, wodurch Gewebe aufgebaut werden kann.

Schüßler Salz Nr. 16 Anwendung


Hauptanwendungsgebiete und körperliche Leitsymptome

Körperliche Symptome für einen Mangel an Lithiumchlorid können sein:

  • Beschwerden des Harnapparates: Harnsäureablagerungen, Grieß- und Steinbildung, Gicht, Gichtniere, Nieren- und Blasenentzündungen, Nierenbeckenentzündung, Nierenstauung
  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt: Bauchkrämpfe, Darm-Koliken, Blähungen, Übelkeit, Völlegefühl, Entzündung der Magenschleimhaut
  • Beschwerden Bewegungsapparat: rheumatische Beschwerden an Muskeln und Gelenken, Gelenkdeformationen, Gicht, Gelenkbeschwerden der kleinen Gelenke der Extremitäten wie an Händen, Füßen oder auch am Kniegelenk, Arthrose, Versteifung der Gelenke
  • Migräne, Kopfschmerzen („Gichtkopfschmerzen“)
  • Hautprobleme: verdicktes Narbengewebe, Ekzeme, Überproduktion an Talg- und Hautfetten (Seborrhoe), Gewebeschwund oder Hautschwund nach einer Kortisonbehandlung, Juckreiz bei Hauterkrankungen, die sich durch Bettwärme verschlimmern
  • Herzbeschwerden: nervös bedingtes Herzstechen, -zittern und –klopfen, Arterienverkalkung (Arteriosklerose)
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Allgemeine Abmagerung, Auszehrung und Erschöpfung
  • Sehstörungen, Schwachsichtigkeit, Augenschmerzen, Trockenheit der Bindehäute

Gemütszustände und psychische Symptome

  • Depressionen, Melancholie, Traurigkeit
  • Ängste
  • Gefühlsschwankungen, Ruhelosigkeit, Konzentrationsschwäche

Besonderheiten und Modalitäten

Verbesserung:

  • Ruhe
  • Harnentleerung
  • Essen

Verschlechterung:


  • Wärme, Feuchtigkeit, warme Kleidung, warme Räume, feuchtes Wetter
  • Am Morgen, in der Nacht
  • Auf der rechten Seite
  • Bewegung

Äußere Anwendung mit Cremes und Salben

Bei folgenden körperlichen Anzeichen kann eine selbsthergestellte Salbe oder ein selbsthergestellter Brei aus den Tabletten Anwendung finden, denn Salben der Ergänzungssalze sind meist nicht im Handel erhältlich:

  • Hautbeschwerden: Ekzeme (Ohrmuschelekzem), Narbengewebe, Neurodermitis
  • Gelenkbeschwerden, Entzündungen der Gelenke, Hexenschuss

Anwendung während der Schwangerschaft

Das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 16, Lithium chloratum kann bei Frauen zum Einsatz kommen, die während der Schwangerschaft unter Schwangerschaftsdepressionen oder anderen Stimmungsschwankungen leiden, die hormonell bedingt sind. Auch zur Geburtsvorbereitung oder zur Rekonvaleszenz, d.h. in der Phase nach einer anstrengenden Geburt zur Stärkung und Kräftigung von Körper und Geist, kann das biochemische Lithiumchlorid angewendet werden.

Anwendung bei Säuglingen und Kindern

Bei Kindern könnte das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 16, Lithium chloratum bei nervös bedingten Bauchschmerzen, besonders nach Angst- oder Stressphasen, zum Einsatz kommen. Leiden Kinder unter Schulangst oder Konzentrationsschwäche, wäre die Einnahme des biochemischen Mineralsalzes Nr. 16 eventuell angezeigt. Auch bei Hautproblemen wie Neurodermitis könnte das Mittel Linderung verschaffen.

Schüßler Salz Nr. 16 Einnahme & Dosierung


Das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 16, Lithium chloratum wird üblicherweise in der Potenz D12 verabreicht und eingenommen. Bei der Anwendung muss zunächst unterschieden werden, ob es sich um ein akutes oder chronisches Geschehen handelt. Ergänzungsmittel werden meist dann eingesetzt, wenn die Basissalze Nr. 1 bis 12 nicht ausreichend gewirkt haben. Ergänzungsmittel eigenen sich nicht für die Einnahme in heißem Wasser („Heiße Sieben“).

  • Einnahme Erwachsene chronische Beschwerden: 3- bis 5-mal täglich 2 bis 5 Tabletten oder Pastillen in der Potenz D12
  • Einnahme Erwachsene akute Beschwerden: alle 15 Minuten 2 Tabletten in der Potenz D12, bis eine Verbesserung der Beschwerden eintritt
  • Einnahme Kinder unter 6 Jahre: 2-mal täglich 1/2 Tablette in der Potenz D12
  • Einnahme Kinder bis 12 Jahre: täglich 2 Tabletten oder Pastillen in der Potenz D12
  • Äußere Anwendung: Salbe oder Brei aus den Tabletten der Potenz D12 selbsthergestellt

Im Idealfall sollte das Mittel morgens, mittags und frühabends eingenommen werden. Babys und Kinder sollten morgens und abends eine halbe Tablette einnehmen. Eine selbsthergestellte Salbe oder Brei aus den Tabletten kann je nach Bedarf bis zu fünfmal am Tag auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Beliebte Kombinationen mit anderen Schüßler Salzen

Das Schüßler Ergänzungssalz Nr. 16, Lithium chloratum ergänzt sich gut mit den Funktionsmitteln Nr. 1 (Calcium fluoratum), Nr. 2 (Calcium phosphoricum), Nr. 5 (Kalium phosphoricum), Nr. 8 (Natrium chloratum), Nr. 9 (Natrium phosphoricum) und Nr. 11 (Silicea).

Sinnvolle Unterstützung mit Nahrungsmitteln

Eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise wirkt sich als unterstützende Maßnahme bei einer Behandlung mit Schüßler Salzen positiv auf die Gesundheit aus. Steht ein Mangel an Lithiumchlorid im Vordergrund, kann die Anwendung mit dem Schüßler Salz Nr. 16 durch eine Ernährung mit Lebensmitteln unterstützt werden, die besonders reich an dem Salz sind. Einen hohen Lithiumgehalt weisen Knoblauch und Zwiebeln auf, wie auch Zuckerrüben, Kartoffeln oder Vollwert-Getreide. Auf säurehaltige oder säureproduzierende Nahrungsmittel wie auch auf hochprozentigen Alkohol sollte bei einem bestehenden Mangelzustand verzichtet werden.

Schüßler Salz Nr. 16 Antlitzanalyse / Antlitzdiagnostik


Anhand der einer Antlitzanalyse können Mangelerscheinungen eines Mineralsalzes im Gesicht entdeckt werden. Typische Antlitzzeichen eines Calziumfluorid-Mangels sind:

  • Geschwollene Augen, gerötete Augen, müder Blick, ständiges Blinzeln, tief hängende Augenlider
  • Ekzeme, Juckflechte
  • Rote und geschwollene Nasenspitze, trockene Nase in geschlossenen Räumen
  • Knötchen an den Endgelenken der Finger
  • Sehr hohes Hüsteln
Menschen, die das Schüßler Ergänzungssalz Nr.16, Lithium chloratum benötigen, sind häufig sehr ordnungsliebende und korrekte Personen, die stets „funktionieren“, sich keine Pausen gönnen, ihre Bedürfnisse hintenanstellen und ihre körperlichen Reserven überstrapazieren. Sie leiden unter mangelndem Selbstvertrauen, ermüden sehr schnell. Es sind auch fatalistische Menschen und halten die Fügungen des Schicksals für unausweichlich. Charakteristische Merkmale für Menschen mit einem Mangel an Lithiumchlorid sind mangelnde Lebensfreude, Ängste oder depressive und melancholische Verstimmungen. Sie können einerseits weinerlich, verzagt und erschöpft, andererseits aber auch sehr nervös, ruhelos und angespannt sein.

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