Schüßler Salz Nr. 7

Magnesium phosphoricum

Das Schüßler Salz der Nerven und Muskeln

Typische Potenz D6
Deutsche Bezeichnung Magnesiumphosphat

Schüßler Salz Nr. 7 Wirkung


Das Schüßler Salz Nr. 7, Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat) ist in der Biochemie nach Dr. Schüßler das Mineralsalz für die Nerven und Muskeln. Es gilt als das Schmerzmittel unter den Schüßler Salzen und kommt bei verschiedensten Schmerzzuständen, hauptsächlich bei plötzlich und blitzartig auftretenden Schmerzen, bei allen möglichen Formen von Verkrampfungen der willkürlichen und unwillkürlichen Muskulatur und zur Beruhigung der Nerven, besonders bei nervöser Unruhe, innerer Erregung, Hyperaktivität, Lampenfieber oder Prüfungsangst zum Einsatz. Ist die willkürliche (Skelett-) Muskulatur durch einen Magnesium phosphoricum-Mangel betroffen, entstehen unter andere krampfartige Beschwerden in den Extremitäten oder in der Kaumuskulatur, bei der unwillkürlichen Muskulatur, die sich in den meisten Hohlorganen des menschlichen Körpers befinden, äußern sich die Beschwerden zum Beispiel in Form von Magen- und Darmkrämpfen, Nieren- und Gallenkoliken oder Blasenbeschwerden. Menschen, die das Funktionsmittel Nr. 7 benötigen, können außerdem unter Menstruationsbeschwerden mit krampfhaften Schmerzen (Dysmenorrhoe), an Migräne, nervösen Verdauungsbeschwerden oder krampfhaften Husten leiden. Zudem soll das das Schüßler Salz Nr. 7 sich positiv auf den Cholesterinwert auswirken und generell hat Magnesium phosphoricum einen starken Bezug zu Suchtverhalten und kann bei der Behandlung von Suchtproblemen unterstützend eingesetzt werden, indem das Verlangen danach reduziert wird. Alle Beschwerden verbessern sich durch Ruhe und Meditation, trockene und feuchte Wärme oder durch festen Druck, eine Verschlimmerung der Symptome hingegen ist bei Stress, durch Bewegung und leichte Berührung oder im Freien und in der Kälte zu beobachten.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen gegen das Schüßler Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum sind nicht bekannt. Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Laktose (Milchzucker), die Trägersubstanz der Schüßler Salze, können jedoch auftreten. Bei einer bestehenden Laktoseintoleranz oder bei einer bevorzugten veganen Ernährungsweise sollte auf eine alternative Trägersubstanz zurückgegriffen werden. So sind Schüßler Salze aus Getreide- oder Kartoffelstärke im Handel erhältlich.

Schüßler Salz Nr. 7 Aufgaben & Funktionen im Körper


Magnesium phosphoricum kommt im menschlichen Körper in den Muskeln, Blutkörperchen, Nerven, im Gehirn und Rückenmark sowie in den Knochen und Zähnen vor. Es befindet sich zudem in den Organen, im Darm und Herz, in der Lunge, Leber, Milz, Schild- und Bauchspeicheldrüse sowie in den Nieren. Das Mineralsalz unterstützt den Aufbau der Muskulatur, Nerven und Knochen, dämpft die Aktivität der Nervenimpulse und Muskeln bei Krämpfen, Hyperaktivität und nervöser Unruhe und sorgt für den Ausgleich von Antrieb und Anspannung. Magnesium phosphoricum ist außerdem zuständig für das rhythmische Zusammenziehen des Herzmuskels. Die Phosphat-Ionen im menschlichen Organismus sind besonders an der Energiegewinnung in den Zellen beteiligt und verhelfen bestimmten Eiweißen im Muskel (Myoglobin), Sauerstoff aufzunehmen und bei Bedarf wieder abzugeben. Befindet sich der menschliche Organismus in einem Mangelzustand an Magnesium phosphoricum, können krampfhafte Beschwerden (Koliken) und Schmerzen in der Muskulatur und in den Hohlorganen, insbesondere im Magen- und Darmtrakt oder in der Blase und Gallenblase, auftreten. Das Schüßler Salz Nr. 7 kann dann als Schmerzmittel der Schüßler Salze mit seiner entkrampfenden und schmerzstillenden Wirkung zum Einsatz kommen und für Linderung sorgen.

Schüßler Salz Nr. 7 Anwendung


Hauptanwendungsgebiete und körperliche Leitsymptome

Körperliche Symptome für einen Mangel an Magnesiumphosphat können sein:

  • Plötzlich auftretende oder krampfartige Schmerzen, Krämpfe jeglicher Art
  • Schmerzcharakter: plötzlich, blitzartig, schießend, krampfartig, schneidend, durchdringend, bohrend und stechend
  • Koliken in Galle, Nieren, Magen, Blase und Darm, Bauchschmerzen, kolikartige Schmerzen, Blähungen, Eingeweidekrämpfe
  • Wadenkrämpfe, Muskelkrämpfe, verspannte Schulter- und Nackenpartien, Hexenschuss, rheumatische Beschwerden und Schmerzen, Muskelzuckungen, Schmerzhaftigkeit und Berührungsempfindlichkeit der Wirbelsäule, Schmerzen in Gelenken, Muskeln und Nerven, Osteoporose, Neuralgien jeglicher Art in allen Körperregionen
  • Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden
  • Neigung zu Migräne (Gefäßkrämpfe), Kopfschmerzen, Schulkopfschmerzen
  • Asthma, krampfhafte Hustenanfälle, Verkrampfungen der Atemmuskulatur, nächtlicher Krampfhusten mit Schmerzen in der Brustgegend
  • Herzrasen, Beengungsgefühl in der Herzgegend, nervöses Herzklopfen, zu hoher oder zu niedriger Blutdruck mit Schwindel und Kreislaufbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Arterienverkalkung, erhöhter Cholesterinspiegel im Blut
  • Schlafstörungen mit innerer Unruhe, besonders Einschlafstörungen, nervöse Schlaflosigkeit
  • Juckreiz an der Haut, nervöses Hautjucken, Altersjuckreiz, weiße Flecken an Finger- und Zehennägeln
  • Alle möglichen Süchte nach Kaffee, Alkohol, Nikotin, Süßigkeiten, Medikamente
  • Frostigkeit, Kältegefühl im Rücken, Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen

Gemütszustände und psychische Symptome

  • Lebensängste, Furcht, Depression
  • Innere Unruhe, Nervosität, panische Ängste, Zittern, Zuckungen, seelische und körperliche Verkrampfung, nervöse Ungeduld
  • Lampenfieber, Aufregung, Prüfungsängste, Lernschwierigkeiten, Vergesslichkeit
  • Angst vorm Zahnarzt und schmerzhaften Untersuchungen
  • Schnell einsetzende Stimmungsschwankungen, leicht erregbar, hastig, verdrießlich, hysterisch, cholerisch
  • Neugierde, leichte Beeinflussbarkeit, Leichtgläubigkeit
  • Süchte und Verlangen nach Kaffee, Kakao, Schokolade, Nikotin, Tabak

Besonderheiten und Modalitäten

Verbesserung:

  • In kühler Luft, im Freien, bei trockenem Wetter
  • Druck, Massage
  • Zusammenkrümmen

Verschlechterung:

  • In der Wärme, in geschlossenen und warmen Räumen
  • Am Abend
  • Sanfte Berührung

Äußere Anwendung mit Cremes und Salben

  • Nackenschmerzen, Hexenschuss, Muskelschmerzen, Verspannungen, Rückenschmerzen, Ischias, Restless-legs-Syndrom, Nervenentzündungen
  • Juckreiz der Haut, Unterstützung der ärztlichen Behandlung bei Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden
  • Kopfschmerzen
  • Bauchkrämpfe bei Kindern

Anwendung während der Schwangerschaft

Magnesium phosphoricum wird im Bereich der Biochemie während der Schwangerschaft und Geburt sowie zur Geburtsvorbereitung eingesetzt. Bei Schwangeren besteht häufig ein erhöhter Bedarf an Magnesium, der durch die Einnahme ausgeglichen werden kann. Das Schüßler Salz Nr. 7 gilt zudem auch als wehenförderndes Mittel während der Geburt, soll die krampfhaft schmerzenden Wehen lindern und den Geburtsvorgang während der Austreibungsphase unterstützen und erleichtern. Besonders in der Austreibungsphase benötigt der Körper viel Magnesium phosphoricum, da er sowohl zur Anspannung wie auch zur Entspannung der Muskulatur Magnesium phosphoricum verbraucht.

Anwendung bei Säuglingen und Kindern

Das Schüßler Salz Nr. 7, Magnesium phosphoricum gilt in der Biochemie als so genanntes „Trostmittel“ für Kinder und kommt dann gerne zum Einsatz, wenn ältere Kinder unter Heimweh oder Trennungssituationen leiden. Zudem soll das Funktionsmittel bei verschiedenen Ängsten, bei unruhigem Schlaf und einer Neigung zu Albträumen helfen. Säuglingen könnte mit der Einnahme von Magnesiumphosphat das Abstillen und die damit verbundene Kostumstellung erleichtert werden. Bestehen starke und quälende Zahnungsbeschwerden und Krämpfe ohne Fieber bei Kindern und Kleinkindern könnte das Mittel eingesetzt werden und für Linderung sorgen. Das gleiche gilt für Kleinkindern mit schmerzhaften Blähungs- und Nabelkoliken, die mit oder ohne Durchfall in Erscheinung treten können.

Außerdem soll Magnesium phosphoricum den Wachstumsprozess unterstützen und für einen festen, gesunden und schlanken Körperbau sorgen.

Leiden Schulkinder an Schulkopfschmerzen oder bestehen Prüfungsängste könnte sich das schmerzstillende Schüßler Salz Nr. 7 positiv auf die Konzentration und das Lernen auswirken und Kinder in Prüfungssituationen unterstützen.

Schüßler Salz Nr. 7 Einnahme & Dosierung


Das Schüßler Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum wird üblicherweise in der Potenz D6 verabreicht und eingenommen. Bei der Anwendung muss zunächst unterschieden werden, ob es sich um ein akutes oder chronisches Geschehen handelt. Bei Beschwerden durch einen Mangel an Magnesiumphosphat handelt es sich häufig um ein akutes Geschehen, dass sich durch plötzlich und blitzartig auftretende Schmerzen und Krämpfe äußert und deshalb auch im Bereich der Biochemie als das Schmerzmittel unter den Schüßler Salzen gilt.

Die „Heiße 7“

In akut auftretenden Fällen wird Magnesium phosphoricum als so genannte „Heiße 7“ eingenommen. Das bedeutet, dass 7 bis 10 Tabletten oder Pastillen in einem kleinen Glas mit möglichst heißem Wasser aufgelöst werden und langsam schluckweise getrunken werden. Im Idealfall wird alle 2 bis 5 Minuten 1 Schluck eingenommen und im Mund ziehen gelassen. Diese Form der Einnahme soll für eine besonders schnelle Aufnahme (Resorption) von Magnesium phosphoricum im Körper sorgen und dadurch eine rasche Wirkung erzielen.

  • Babys und Kleinkindern wird die „Heiße 7“ nicht zu heiß und nur löffelweise verabreicht
  • Äußere Anwendung: Salbe in der Potenz D6 begleitend zur Tabletteneinnahme

Im Idealfall sollte das Mittel früh am Morgen oder am Abend nach 18.00 Uhr eingenommen werden, denn der Körper nimmt Magnesiumphosphat in diesen Zeitfenstern am besten auf.

Beliebte Kombinationen mit anderen Schüßler Salzen

Das Schüßler Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum kann die Wirkung aller anderen Schüßler Salze unterstützen, besonders gut ergänzt sich das Mittel aber mit den Funktionsmitteln Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) und Nr. 11 (Silicea).

Sinnvolle Unterstützung mit Nahrungsmitteln

Eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise wirkt sich als unterstützende Maßnahme bei einer Behandlung mit Schüßler Salzen positiv auf die Gesundheit aus. Steht ein Mangel an Magnesiumphosphat im Vordergrund, kann die Anwendung mit dem Schüßler Salz Nr. 7 durch eine Ernährung mit Lebensmitteln unterstützt werden, die besonders reich an dem Salz sind.

Folgende Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Magnesiumphosphat sind:

  • Gemüse, Kräuter: frische grüne Kräuter, Salate, Algen, weiße und grüne Bohnen, Mais, Sojabohnen, Gurken, Kohlrabi, Spinat
  • Obst: Bananen, Papaya, Passionsfrüchte
  • Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen: Hafer, Haferflocken, Grünkern, Roggen, Weizen, Vollkornbrot, Kürbiskerne, Sesam, Naturreis, Haselnüsse, Walnüsse, Erdnüsse, Paranüsse
  • Fisch: Seelachs

So genannte „Magnesium phosphoricum-Räuber“ im Körper sind Elektrosmog, Schokolade und Kaffee.

Schüßler Salz Nr. 7 Antlitzanalyse / Antlitzdiagnostik


Anhand einer Antlitzanalyse können Mangelerscheinungen eines Mineralsalzes im Gesicht entdeckt werden. Typische Antlitzzeichen eines Magnesiumphosphat-Mangels sind:

  • Magnesia-Röte: zarter rosafarbener Schleier bis intensive Röte auf der Haut, insbesondere auf den Wangen und unter kleinen verdickten Äderchen neben dem linken und rechten Nasensattel, manchmal auch über das gesamte Gesicht lokalisiert
  • Runde, rosafarbene Wangen, gelegentlich weitet sich die Färbung auf das ganze Gesicht aus, wechselndes intensives Erröten
  • Latente Röte: Verlegenheitsröte, Schamröte, starkes Erröten z. B. bei Lampenfieber, die Röte kommt und geht unter Spannungszuständen
  • Hektische rote Flecken auf Wangen, am Hals und Dekolleté, sonst eher blasse Haut
  • Röte während und nach dem Essen während der Verdauung sowie durch Alkohol
  • Konstante Röte, wenn sich der Mangel an Magnesium phosphoricum eine gewisse Stärke erreicht und sich manifestiert hat
  • Zuckungen in Augenlidern und Mundwinkeln
Menschen, die das Schüßler Salz Nr. 7 benötigen, sind offene, wissbegierige, neugierige und heitere Personen, die trotzdem zu Vergesslichkeit neigen. Auch das Lernen und die Konzentration fällt ihnen nicht leicht und sie leiden unter Prüfungsängsten und Lampenfieber. Sie haben Angst davor, sich vor anderen zu blamieren oder den Erwartungen nicht gerecht zu werden. Charakteristisch ist eine starke Nervosität, innere Angespanntheit und eine große Schmerzempfindlichkeit zu beobachten. Es handelt sich oft um rasch erregbare und verkrampfte Menschen, die unter panischen Ängsten und mangelndem Selbstwertgefühl leiden können. Es besteht der ständige Wunsch nach Anerkennung und die Menschen, die Magnesium phosphoricum benötigen sehnen sich nach Zuwendung, Bestätigung und Rückhalt. Besonders wohl fühlen sie sich deshalb auch im Freundes- und Familienkreis.

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